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Unsere aktuelle Ausgabe 3/2017 zum Thema
»Demut ist mein größter Stolz«
mit folgenden Beiträgen:

Stichwort
Phillip Wüschner
Mut zur Demut
Demut als „Gesinnung eines Dienenden“ oder gar als „dienstbarer Mut“ (diomuoti: ahd. dienstwillig) kommt heute im säkularen Haltungs- und Gefühlsrepertoire, da wir Dienst eigentlich nur noch als Dienstleistung verstehen, kaum mehr vor. In einer Gesellschaft, die ihre politischen und sozialen Bemühungen auf Selbständigkeit, empowerment, Handlungsmacht (agency) und andere emanzipatorische Konzepte richtet, wird der Wille zum Dienst (anders als der zur Arbeit) wenn überhaupt nur mit Nietzsche als „Sklavenmoral“ verständlich und bleibt grundsätzlich verdächtig. Auch Weltanschauungen, die das Dienen mit einem Versprechen auf Befreiung, Stolz oder gar Erlösung verbinden, stehen unter erhöhtem Druck, falls sie nicht von vornherein ignoriert werden. Reklamiert etwa eine Person für sich Demut in einem programmatischen Sinne wie beispielsweise Angela Merkel angesichts ihrer Nominierung zur Kanzlerkandidatin im Mai 2005 („Ich will Deutschland dienen“), so wird es schnell unfreiwillig komisch.
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Leseprobe 1
Dietmar Mieth
Demut bei Meister Eckhart
Die „Demut“ als zentrale spirituelle Haltung war Meister Eckhart unter den traditionellen Mönchstugenden vorgegeben. Die Dialektik von Selbsterniedrigung und Erhöhung, von der Erdhaftigkeit und Himmelsbestimmtheit des Menschen war ihm vertraut. Was hat er aus diesen Vorgaben gemacht? Ich sehe drei Stufen oder drei Varianten seiner Analyse dieser spirituellen „Tugend“: erstens, eine spirituelle Konvention, die er kennt und erinnert. Zweitens eine Angleichung der Demut an die spirituelle Höchstform, die er „Abgeschiedenheit“ nennt. Schließlich, drittens, eine Suche nach der Transposition der Demut als moralische Anschauung Gottes selbst aufgrund der biblisch-theologischen Vorgabe, die im paulinischen Hymnus Phil einen Entstehungsort hat, den Eckhart freilich nicht unmittelbar einbezieht.

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Leseprobe 2
Thomas Sternberg
Demut und Dienst
Als Reaktion auf die verheerende Einnahme und Plünderung Roms 410 durch die Westgoten unter Alarich verfasste Augustinus von Hippo in den folgenden 15 Jahren sein Buch „De Civitate Dei“, eine groß angelegte Theorie vom himmlischen im Gegensatz zum irdischen Staat. In der Vorrede zum ersten Buch, am Beginn der Schrift, findet sich das Lob der Demut: Ich weiß, welcher Anstrengung es bedarf, um den Hochmut zu überzeugen, wie groß die Kraft der Demut sei, durch die sich, nicht angemaßt von Menschenstolz, sondern als ein Geschenk von Gottes Gnaden, eine Hoheit auswirkt, überragend alle menschliche Erhabenheit in ihrer zeitlich bedingten Wandelbarkeit. Denn der König und Gründer dieses Staates hat in der Schrift für sein Volk den Spruch des göttlichen Gesetzes verkündet des Inhalts: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade“ (Jak 4,6). Im gesamten Werk des Augustinus gilt die Überzeugung, dass die Nachahmung Jesu sich vor allem in der Nachahmung seiner Demut zeige. In seinem Psalmenkommentar macht er deutlich, dass die Demut als Tugend in den antiken ethischen Traditionen kaum vorkomme, sondern von Christus in die Welt gebracht worden sei.

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Leseprobe 3
Benedikt Jürgens
„Je weiter man nach Norden kam …“
Demut – eine Tugend für das Management?
Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragIn einem Interview mit den Journalisten Barbara Nolte (Tagesspiegel, Die Zeit, Magazin der Süddeutschen Zeitung) und Jan Heidtmann (Magazin der Süddeutschen Zeitung) behauptet der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Heinrich von Pierer, „dass auch in einer Spitzenposition eine Demutshaltung hilfreich ist.“ Er illustriert das anhand seiner Erfahrungen mit Energieversorgungsunternehmen, für die Siemens Kraftwerke baut. Diese Gespräche mit seinen Kunden waren – so von Pierer – für ihn in der Regel nicht erfreulich: „Immer war irgendwas bei uns nicht in Ordnung. Wenn Sie ein Kraftwerk bauen, gibt es immer irgendetwas, was nicht auf Anhieb klappt. Das ist eben komplex. Im Zweifel waren wir im Zeitverzug. Und dann werden Sie auch nach allen Regeln der Kunst beschimpft. Und wehe, Sie widersprechen. Je weiter man nach Norden kam, desto demütiger musste man sich geben. Da habe ich viel gelernt.“ Und auf die Frage, wie er denn die Kunden beschwichtigt habe, antwortet der Manager: „Man sitzt da, senkt den Kopf – das konnte ich als Vorstandsvorsitzender auch gut.“

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Unsere Website über dominikanische Theologie(n)

Wir haben anlässlich des 800-jährigen Jubiläums der Bestätigung des Ordens der Prediger, das wir von 2016 bis 2017 feiern, Schwestern und Brüder aller Zweige des Ordens, d. h. Moniales, Schwestern, Laiendominikaner und Fratres (Laien und Priester), Feministen wie Thomisten, junge wie erfahrene Theologinnen und Theologen, von allen Kontinenten stammend, eingeladen, die folgende Frage zu beantworten: „Was ist eine dominikanische Theologie?“
Das Ergebnis – 18 sehr unterschiedliche Beiträge – wird auf folgender Website vorgestellt:

www.dominicantheology.com

Tausende anderer Antworten wären ohne weiteres möglich …
Sie sind herzlich eingeladen, die einzelnen Beiträge auf unserer Website zu kommentieren. Wir hoffen auf eine lebhafte Diskussion – innerhalb und außerhalb des Ordens!
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