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Unsere aktuelle Ausgabe 1/2026 zum Thema
»Zwischen Äckern und Altären – Christsein auf dem Land«
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| Stichwort |
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| Johannes Seibold / Stefan Bosch |
| Kirche und Pastoral auf dem Land – zwischen Erosion und Aufbruch |
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Es gibt sie nicht, die eine Kirche auf dem Land. Zu vielfältig sind die Prägungen, zu unterschiedlich die Personen, die vor Ort wirken. Manchmal reicht schon ein Priesterwechsel und innerhalb weniger Monate verändert sich das Gesicht einer Gemeinde grundlegend: Was vorher blühte, kann vertrocknen, was tot schien, erwacht zu neuem Leben. Pastoral auf dem Land ist deshalb kaum je eine Frage des Ortes allein, sondern der Menschen, die sich dort engagieren – haupt- wie ehrenamtlich.
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| Leseprobe 1 |
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| Christoph Gempp |
| Landbau in den Tropen in Zeiten der Erderhitzung |
| Die Bäuer:innenschule in Santa Maria Cahabon, Guatemala |
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In der Mitte der 20er-Jahre dieses 21. Jahrhunderts erleben wir einen politischen Paradigmenwechsel. Das erste Jahrzehnt war durch eine nicht sehr ausgeprägte, aber doch zunehmende Hegemonie einer linksgrünen Politik geprägt. Zentral waren Themenbereiche wie Klima und Energie, Migration und Integration und das Recht auf Verschiedenheit in jeglicher, besonders auch sexueller Hinsicht. Rassismus und Ausgrenzung wurden aus der Perspektive eines postkolonialen Paradigmas gründlich hinterfragt.
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| Leseprobe 2 |
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| Martin Schneider |
| Die Bedeutung Sozialer Orte für den ländlichen Raum |
| Aufgabe für Gesellschaft und Kirche |
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Beiträge über den ländlichen Raum beginnen meist mit einer Defizitanalyse. Der ländliche Raum, so lautet eine gängige Diagnose, stehe gesellschaftlich nicht im Blickfeld. Dies zeige sich in Prozessen der Peripherisierung, im Abbau von Infrastrukturen und in einem kulturellen Bedeutungsverlust gegenüber urbanen Zentren. Der gesellschaftliche Fokus richte sich auf die Städte – auf ihre Probleme, aber auch auf ihre Innovationskraft. Auch aus wissenschaftspolitischer Perspektive gehört die Klage über eine unzureichende institutionelle Verankerung von Land- und Regionalforschung zum Standardrepertoire. Vergleichbares gilt für die Landpastoral, die innerhalb kirchlicher Diskurse ebenfalls ein Randthema ist.
Vom Rand ins Zentrum
Diese Diagnosen sind auf der einen Seite keineswegs obsolet. Der sogenannte Spatial Turn machte zwar die Kategorie des Raums in den Sozial- und Kulturwissenschaften (und zum Teil auch in der Theologie) prominent, doch das Land blieb darin im Vergleich zur Stadt unterbelichtet. Auf der anderen Seite beginnt sich dieses Bild zu verändern. Im medialen, politischen und wissenschaftlichen Diskurs ist in den letzten Jahren eine deutliche Renaissance des Themas Ländliche Räume zu beobachten. Angesichts wachsender räumlicher Ungleichheiten gewinnt die Frage nach gleichwertigen Lebensverhältnissen an Bedeutung.
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| Leseprobe 3 |
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| Eric Tilch |
| Das sozialräumliche Potential kirchlicher Immobilienprozesse in ländlichen Räumen |
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Die katholische Kirche in Deutschland verfügt über eine enorme Dichte kirchlicher Gebäude, die sich durch eine besondere Vielfalt (Kirche, Pfarrheim, Pfarrhaus, Kindertagesstätte etc.) auszeichnet. Hierdurch zählt sie nicht nur zu einer der größten Immobilienbesitzer:innen der Republik, sondern prägt gerade in ländlichen Kontexten die (sozial)räumliche Infrastruktur. Wenngleich hiermit die zahlreichen Ressourcen des kirchlichen Besitzes aufscheinen, wie Sichtbarkeit, flächendeckende Präsenz und die Möglichkeit des Angebotes niedrigschwelliger Treffpunkte, führt die schiere Zahl der unterschiedlichen Gebäude zu einer enormen, vor allem finanziellen Belastung.
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