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Unsere aktuelle Ausgabe 4/2021 zum Thema
»
Wo zwei oder drei … Abrahami(ti)sche Religionen«
mit folgenden Beiträgen:

Stichwort

Dennis Halft

Abrahami(ti)sche Religionen
Es gilt als Binsenweisheit, dass sich Judentum, Christentum und Islam auf einen gemeinsamen Stammvater Abraham berufen und daher auch als ‚abrahami(ti)sche Religionen‘ bezeichnet werden können1, wobei jede von ihnen auf Grundlage normativer Schriften – Jüdische Bibel/Erstes Testament, Neues Testament und Koran – sowie der außerbiblischen/-koranischen Überlieferung zu anderen Deutungen der Figur Abra(ha)m bzw. Ibrahim gelangt.2 In der jüdischen Tradition gilt Abraham vor allem als Repräsentant einer torahkonformen Gottesbeziehung, die als durch das Zeichen der Beschneidung bestätigter „Bund“ vorgestellt wird (vgl. Gen 17,7.10). Dies macht Abraham zum spirituellen und genealogischen Vater des jüdischen Volkes. Hingegen betont die christliche Tradition seine Segenszusage für „alle Völker“, also auch für Nichtjuden, allerdings nur jene, die an das Evangelium glauben und in diesem Sinne Kinder Abrahams sind (vgl. Gal 3,6–9, in Rückgriff auf Gen 12,3; 18,18). Die muslimische Tradition wiederum sieht in Ibrahim den Prototypen des rechtgläubigen Monotheisten und ersten „Muslim“ (vgl. Sure 3,67; 6,161–163), der zu einem vernunftgeleiteten Gottesglauben gefunden hat. Bereits diese Auswahl an Abrahamsbildern zeigt, dass jede Tradition den Stammvater auf die eine oder andere Weise für die eigenen Wahrheits- und Geltungsansprüche reklamiert.3 Für eine universalistische Deutung eignet sich Abraham nur mit Einschränkung. Jede Qualifizierung als abrahami(ti)sch setzt deshalb eine reflektierte Hermeneutik und eine sprachliche und sachliche Differenzierung voraus.

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Leseprobe 1
Jehoschua Ahrens
Jüdische Trialog-Initiativen in ihrem historischen und religionsrechtlichen Kontext
Keine Frage, der jüdisch-christliche Dialog ist ein ganz besonderer, haben doch beide Religionen enge Beziehungen durch die jüdischen Wurzeln des Christentums, den teilweise gemeinsamen heiligen Schriften und eine lange Geschichte jüdischen Lebens in christlichen Gesellschaften, mit all ihren Einflüssen und Abgrenzungen. Seit einiger Zeit gibt es nun auch einen Trialog der „abrahamitischen Religionen“. Was auf den ersten Blick wie ein Novum scheint, ist im historischen und religionsrechtlichen Kontext des Judentums allerdings keine große Neuerung.


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Leseprobe 2
Abualwafa Mohammed
Mit der Korandidaktik zum abrahamitischen Trialog in Schule und Bildungsarbeit
In diesem Beitrag wird für eine zeitgemäße Lesart des Korans als Beitrag für einen Trialog zwischen den drei großen monotheistischen Religionen plädiert. Diese Lesart wird von einer pädagogisch-didaktischen Perspektive begleitet. Wichtig dabei: Sie hilft auch den Muslim:innen selbst, das Friedenspotenzial des Korans im Alltag erlebbar zu machen. Der Trialog kann eine entscheidende Rolle bei dem Abbau von Vorurteilen, gegen Hass, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit spielen. Der Dialog zwischen zwei Religionen ist ein gewohntes Format der interreligiösen Begegnung, z. B. zwischen Islam und Christentum, Christentum und Judentum oder Judentum und Islam. So hat man einen Gesprächspartner und weiß, worauf man am meisten achten soll und wo die Gemeinsamkeiten liegen. Man vermeidet es oft, auf die Unterschiede einzugehen oder umgeht sie. Aus muslimischer Sicht wird man beim Dialog mit Christ:innen eher auf Nächstenliebe und die Geburt Jesu im Koran zu sprechen kommen.


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Leseprobe 3
Mira Sievers / Tobias Specker
Intertheologie: Jenseits von Gemeinsamkeiten und Unterschieden
Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragZu Beginn des 14. Jahrhunderts wittert der Damaszener Theologe und Rechtsgelehrte Ibn Taymiyya eine Chance für eine radikale Grenzziehung zwischen Christ:innen und Muslim:innen. Aufgrund politischer Spannungen hatten sich die mamlukischen Herrscher in Kairo entschlossen, das öffentliche christliche Leben deutlich restriktiver zu reglementieren, als es ihre Vorgänger taten: So wurden Kirchen geschlossen, deren Neubau untersagt und Renovierungen erschwert.1 Ibn Taymiyya verteidigte nicht nur diese Maßnahmen gegen Kritik von islamischer Seite, sondern nutzte die Gelegenheit, um mit allen religiösen Uneindeutigkeiten, Vermischungen und Verbindungen abzurechnen, die ihm schon lange ein Dorn im Auge waren: Um Gottes willen sollen die muslimischen Gläubigen alle Imitationen christlicher Praktiken – wie Prozessionen oder Fürbittgebete – unterlassen. Sie sollen nicht an christlichen Festtagen teilnehmen, die christlichen Gläubigen bei ihren Feierlichkeiten unterstützen oder gar freiwillig an christlichen Fasttagen mitfasten. Keinesfalls sollen die Gotteshäuser gemeinsam genutzt werden. Vielmehr sollen muslimische wie auch christliche und jüdische Gläubige öffentlich erkennbar sein an ihrer Kleidung, der Barttracht oder auch an ihrer Sprache.


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