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Unsere aktuelle Ausgabe 3/2021 zum Thema
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Die Welt geht unter. Wer kommt mit?«
mit folgenden Beiträgen:

Stichwort

Joachim Kügler / Blessing Nyahuma

Apokalypse
Damals: Begriff

Der Begriff Apokalypse kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Enthüllung“. Meist werden damit Texte bezeichnet, die davon erzählen, wie einem Visionär oder Propheten eine himmlische Wahrheit enthüllt wird. Diese Enthüllung ist notwendig, damit die Adressaten verstehen, was der Sinn der menschlichen Geschichte ist. Dahinter steckt ein negatives Lebensgefühl, das man Apokalyptik nennt. Dieses Weltbild sieht die Gegenwart als heillos durcheinandergeraten. Die gesamte Weltordnung steht Kopf, alles widerspricht der göttlichen Ordnung, überall herrschen Sünde und Chaos. Um in der heillos verworrenen Lage nicht zu verzweifeln und den Glauben an Gott nicht zu verlieren, ist es notwendig, den Sinn des ganzen Schlamassels zu verstehen. Warum lässt Gott das zu? Was hat er vor? Um diese Fragen zu beantworten, lassen Apokalypsen in den Himmel blicken und Auskunft erhalten über das, was vorgeht und wozu es geschieht.

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Leseprobe 1
Hans-Georg Gradl
Stütze und Störenfried
Die Johannesapokalypse in Zeiten der Pandemie
Apokalyptisches Denken entstammt der Krise und entfaltet ihr besonderes Wirkungspotential in der Krise. Dies lässt sich bereits religionsgeschichtlich für die ältesten Spuren apokalyptischen Denkens in den altorientalischen Kulturen, aber auch für die apokalyptischen Elemente der alttestamentlichen Überlieferung nachweisen. Das Buch Daniel etwa entstammt einer tiefgreifenden Krise Israels unter Antiochus IV. Epiphanes. Den Nährboden apokalyptischen Denkens bilden die rigide Religionspolitik des Herrschers und die hellenistische Überfremdung des Volkes. Zugleich besitzt die apokalyptische Wirklichkeitswahrnehmung ein entscheidendes Widerstands- und Hoffnungspotential in der Krise: Die Erwartung eines göttlichen Eingriffs stärkt die Identität der Trägerkreise, hält die Resistance am Leben und wehrt der Verzweiflung. Die Apokalyptik erwächst der Krise und ist zugleich ein zentrales Medium ihrer Verarbeitung und Überwindung.


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Leseprobe 2
Leonhard Lehmann
Joachim von Fiore und sein Chiliasmus
Über Joachim von Fiore als Person ist wenig Sicheres bekannt, so auch nicht sein Geburtsdatum. Benannt wird er nach dem von ihm gegründeten Kloster S. Giovanni in Fiore in Kalabrien. Er war der Sohn eines Notars aus Celico bei Cosenza, wo er um 1135 geboren wurde. Um 1177 wurde er Abt des Zisterzienserklosters in Corazzo, von dem er sich 1188 mit Erlaubnis des Papstes Clemens III. trennte, um in den Bergen Kalabriens nach seiner strengeren Auslegung der Regel des hl. Benedikt zu leben. Er fand Anhänger, mit denen er 1189 das Kloster in Fiore gründete, von dem einige Tochterklöster in Italien ausgingen. Als gelehrter Abt stand er mit Kaiser Heinrich III. in Beziehung sowie mit den Päpsten seiner Zeit, die seine Reform anerkannten. Als er am 30. März 1202 starb, war er wegen seiner prophetischen Gaben über den Florenser-Orden hinaus bekannt, der 1570 wieder mit den Zisterziensern vereint wurde.


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Leseprobe 3
Joachim Valentin
Depression als Ende der Welt
Lars von Triers Film Melancholia als Zeichen der Zeit
Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten Beitrag„Angst ist doch gefährlich, und eine Depression doch das Ende der Welt“. So fasst Lars von Trier, Grandseigneur des theologisch valenten Autorenfilms, die apokalyptische Kernaussage seines im Jahr 2011 veröffentlichten Films Melancholia in einem Gespräch zusammen.1 Bis dahin hatte er in seinen Filmen einen starken Schwerpunkt auf die Erlösungs- und Opferthematik gelegt (Breaking the Waves, 1996; Idioten, 1998; Dancer in the Dark, 2000, die von ihm sogenannte ‚Golden-Heart-Trilogie‘). Nach dem Kipppunkt Antichrist (2009) begann er nach einem öffentlichen Bekenntnis zur eigenen Depression, Alkohol- und Tablettensucht mit Melancholia (2011) eine neue Trilogie. Ohne weitere Etikettierung ist zu bemerken, dass er in seinen darauffolgenden jüngsten Filmen vermehrt Destruktion und Sinnlosigkeit thematisiert, so in Nymphomaniac I/II (2013) und The house that Jack built (2018). Nach der depressiven Verzweiflung, welche Menschen angesichts eines Totalverlustes ihres Planeten erfasst (Melancholia), wird verzweifelt-exzessive Sexualität sowie das Innenleben eines Serienmörders und sein Ende in der Hölle berückend und teilweise jugendgefährdend ins Bild gebracht.


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